Was muss vor dem Start einer neuen Website geklärt werden?
Vor dem Design steht nicht die Frage nach Farben oder Effekten, sondern nach dem Angebot: Was soll die Website erklären, wen soll sie erreichen und was sollen Interessenten als Nächstes tun? Wer diese Punkte zuerst klärt, braucht später weniger Korrekturschleifen und kann Inhalte gezielter vorbereiten.
Für eine kompakte Unternehmenswebsite reichen häufig wenige gut sortierte Seiten. Entscheidend ist, dass jede Seite eine erkennbare Aufgabe hat – etwa das Leistungsangebot verständlich zu machen, Arbeitsbeispiele zu zeigen oder eine Anfrage zu erleichtern.
1. Angebot und Zielgruppe in einfachen Sätzen beschreiben
Notieren Sie zunächst, welche Leistungen im Mittelpunkt stehen. Fachbegriffe sind sinnvoll, wenn Ihre Kunden danach suchen oder sie für die Entscheidung brauchen. Daneben hilft eine einfache Erklärung: Welches Problem löst die Leistung und für wen ist sie gedacht?
Eine gute Grundlage sind drei bis fünf typische Fragen aus Erstgesprächen. Daraus lassen sich später Überschriften, Leistungsseiten und häufige Fragen ableiten. So entsteht keine Website, die nur intern verständlich ist.
2. Vorhandene Texte, Bilder und Referenzen sammeln
Vorhandene Inhalte müssen nicht perfekt sein. Hilfreich sind Leistungsbeschreibungen, Fotos realer Arbeit, Logos, Ansprechpartner, häufige Fragen, bisherige Flyer oder Stichpunkte aus Kundengesprächen. Daraus kann ein sinnvoller Seitenaufbau entstehen.
Bei Bildern gilt: Echte Situationen, Projekte und Räume vermitteln mehr als austauschbare Stockmotive. Wenn noch kein geeignetes Material vorhanden ist, sollte das früh festgehalten werden. Dann lässt sich entscheiden, welche Bilder wirklich benötigt werden.
3. Kontakt und Zuständigkeiten festlegen
Eine Website sollte klar zeigen, wie Anfragen ankommen: per Telefon, E-Mail oder über einen anderen gewünschten Weg. Ebenso wichtig ist, wer Rückfragen beantwortet und wer Texte, Bilder oder Freigaben liefern kann. Das hält die Umsetzung nachvollziehbar.
Auch der rechtliche Rahmen gehört in diese Vorbereitung. Impressum, Datenschutzerklärung, vorhandene Dienstleister und gegebenenfalls eingebundene Dienste sollten vor der Veröffentlichung geprüft werden.
4. Funktionen nur wählen, wenn sie einen konkreten Zweck erfüllen
Eine Terminbuchung, ein Downloadbereich oder eine Bildergalerie kann sinnvoll sein. Jede Funktion braucht aber einen klaren Nutzen, eine verantwortliche Person und einen Pflegeweg. Fehlt das, ist eine einfache Kontaktmöglichkeit oft die bessere Lösung.
Das gleiche gilt für Unterseiten: Eine neue Seite lohnt sich, wenn sie eine eigene Frage beantwortet oder ein eigenes Angebot erklärt. Wiederholt sie nur den Inhalt einer anderen Seite, macht sie die Website eher unübersichtlicher.
Eine kurze Checkliste für das Erstgespräch
- Welche Leistungen sollen zuerst verständlich werden?
- Welche Kunden oder Branchen sollen angesprochen werden?
- Welche Bilder, Texte und Beispiele liegen bereits vor?
- Welche Kontaktwege sollen sichtbar sein?
- Welche Funktionen werden tatsächlich benötigt?
- Wer gibt Inhalte und Gestaltung frei?
Wie geht es danach weiter?
Aus diesen Informationen lassen sich Seitenstruktur, Prioritäten und ein sinnvoller Umfang ableiten. Für Betriebe aus der Region beschreibt die Seite Webdesign in Melle, wie daraus ein klarer Webauftritt mit direkter Abstimmung entstehen kann. Für Handwerksbetriebe gibt es zusätzlich eine Übersicht zu Websites für Handwerksbetriebe.

